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Man kann gegen Wellen ankämpfen
 oder sich von ihnen in die
Zukunft tragen lassen.

- Verfasser unbekannt -

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Schulschwierigkeiten

Einschulung

Oftmals sind Eltern unsicher, wenn die Einschulung ihres Kindes bevorsteht.

ErzieherInnen orientieren sich in puncto Schulreife außer an den vorgegebenen Kriterien zur Schulfähigkeit meist am Sozialverhalten eines Kindes, stufen es bei Auffälligkeiten als „unreif“ ein.

Jedoch kann ein auffälliges Sozialverhalten auch Ursache von Langeweile oder Unterforderung sein.

Gespräche sowohl mit den Eltern, dem Kind oder auch den ErzieherInnen können hier Klarheit bringen.

  

Lernschwierigkeiten

Kinder entwickeln sich unterschiedlich, nicht immer nach vorgegebenen Tabellen. Manche lernen schneller, andere benötigen mehr Zeit, haben eine andere Auffassungsgabe.

Der Charakter eines Kindes als Individuum, die Intelligenz, der Lerntyp, die Begabung, Persönlichkeitseigenschaften und Emotionen sind ausschlaggebend für die schulische Entwicklung, den Lernerfolg.

Schule als Institution hat zum Ziel, für möglichst viele Individuen möglichst großen Erfolg zu erzielen.

Hierbei spielen organisatorische Rahmenbedingungen, ein festes Budget, Schülerzahlen und das Zusammenwirken

Schüler – Eltern – Lehrer – Schule eine Rolle.

Alle Kinder wollen lernen! Das Interesse und die Neugier müssen nur geweckt werden!

 

Dies bedeutet langfristig eine Änderung der Rahmenbedingungen und Schulstrukturen.
Lehrer müssen allen Kindern gerecht werden, Kinder mit Lernschwierigkeiten bleiben leider auf der Strecke.

Hier ist es wichtig, rechtzeitig einzugreifen, damit sich Schwierigkeit auslösende Lernmuster nicht dauerhaft verfestigen.

Interventionen zwischen Schule – Lehrer – Eltern – Schüler werden notwendig, um in erster Linie dem Kind und auch den Eltern zu helfen.


"Die Lernschwierigkeit" gibt es nicht, sondern es gibt so viele, wie es Kinder mit Lernschwierigkeiten gibt.

 


 

 

 

Ohne Abweichung von der Norm ist  Fortschritt nicht möglich.

- Frank Zappa -

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Hochbegabung
 

Hochbegabung ist nicht gleichzusetzen mit leichtem Lernen, Einser-Schüler und unproblematischer Schulzeit.

Klischeehaft wird „typisch hochbegabt“ so dargestellt:

Bedauernswerte Kinder mit dicken Brillen, die ständig von ihren Eltern vorgeführt werden, Preise bei Wettbewerben gewinnen, nur zurückgezogen lesen und sozial vollkommen ungeschickt sind.

In der Realität lernen hochbegabte Kinder anders, sind im Kopf ihrem tatsächlichen Alter voraus, hinterfragen vieles, langweilen sich bei Wiederholungen.


Hochbegabte Jungs werden häufig zum Klassenclown, Mädchen hingegen wollen auf keinen Fall auffallen, können sogar bei Klassenarbeiten absichtlich Fehler machen.


Hochbegabte haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und die Intensität fällt auf, mit der sie denken, empfinden, arbeiten und sich mit Dingen auseinandersetzen.


Hochbegabung bedeutet in der Regel „mehr von allem“, mehr Denken, mehr Fühlen und mehr Wahrnehmen.

Da die Kinder merken, dass sie „anders“ sind als ihre Altersgenossen und Klassenkameraden, sie andere Verhaltensmuster an den Tag legen, können hieraus Schwierigkeiten sowohl im Alltag, als auch in der Schule resultieren.


Hochbegabte fühlen sich innerlich isoliert und verunsichert, weil sie niemanden haben, der sie in ihren Wahrnehmungen bestätigt und so ähnlich ist wie sie.

Sie laufen Gefahr, sich immer „irgendwie anders“, fremd und außen stehend zu fühlen und an ihren eigenen Wahrnehmungen und Meinungen zu zweifeln.


Auch das Arbeiten in Gruppen fällt ihnen schwer, da andere ihre Standpunkte nicht verstehen (können).

Eltern „verstecken“ häufig die Fähigkeiten ihrer Kinder – z. B. wenn sie schon mit vier Jahren lesen können – befürchten abwehrende, irritierende oder unangenehm berührte Reaktionen der Umwelt.


Gerade unspezifische frühe Fragen über Gott, nach dem Ursprung des Lebens und nach dem Tod sind für hochbegabte Kinder typisch.

Häufig wissen auch Lehrer nicht, was Hochbegabung wirklich bedeutet.

So können schlechte Noten hochbegabter Schüler im Wesentlichen mit Verträumtheit, aber auch mit Unterforderung und Selbstunsicherheit zusammenhängen.


Durch anhaltende Unterforderung können Schüler in eine Abwärtsspirale von Langeweile, Unaufmerksamkeit, Motivationsmangel einerseits und dem Entstehen von Wissenslücken, Misserfolgen, Selbstzweifeln und damit einhergehenden Konzentrations- und Leistungsschwierigkeiten andererseits geraten. Sie haben nicht gelernt zu lernen, verpassen den Anschluss und verlieren schließlich jegliches Selbstvertrauen, in der Schule noch etwas erreichen zu können.


Natürlich können auch Probleme in sozialen Kontakten und im familiären Umfeld eine Rolle spielen.

Hochbegabte Schüler stellen viele unbequeme, kritische Fragen, die ihr Umfeld, ihre Lehrer manchmal irritieren.

Verweigerung in der Schule und im Alltag kann auf eine unerkannte Hochbegabung hinweisen.

Die Schüler beklagen Langeweile, inkompetenten Unterricht, fühlen sich angespannt, sind misstrauisch, feindselig, provozierend und überkritisch.


Jeder Mensch ist einzigartig, ob „normal“, körperlich oder geistig eingeschränkt, oder hochbegabt.

Akzeptanz eines Jeden ist wichtig – auch wenn es mit mehr Aufwand verbunden ist und viel Kraft fordert.


Fühlt sich das Kind / der Betroffene verstanden, wird eine Hochbegabung erkannt – auch viele Erwachsene wissen nichts von ihrer eigenen Hochbegabung – so lernt der Betroffene auch, sich selbst in seiner „Andersartigkeit“ zu akzeptieren.

 

Um das Verständnis für die eigene Hochbegabung zu haben, sich verstehen zu lernen, untereinander Erfahrungen auszutauschen, Verhaltensmuster zu reflektieren, sich selbst zu akzeptieren, biete ich für hochbegabte Kinder/Jugendliche Gesprächsgruppen an.

Unter Gleichgesinnten können die Kinder/Jugendliche so "anders" sein, wie sie sind.

 

Ebenso besteht für die Eltern hochbegabter Kinder/Jugendliche die Möglichkeit zum Austausch innerhalb einer Gruppe, um im Kontext mit anderen betroffenen Eltern die schönen Seiten und auch die Schwierigkeiten einer bestehenden Hochbegabung zu erörtern, wieder Kraft zu tanken.

 

Bei Interesse können Sie mich gerne kontaktieren: puzzlewerkstatt@web.de 


Meine Erfahrungen im Umgang mit der Thematik „Hochbegabung“, der damit verbundenen möglichen Schwierigkeiten, habe ich aus der eigenen Betroffenheit im familiären Umfeld gemacht, beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv damit.

  


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Denke immer an die Fähigkeiten, die du hast, und zögere nicht von ihnen Gebrauch zu machen.

- Verfasser unbekannt -


Hochsensibilität

 

Etiketten in Pullis etc. müssen entfernt werden, denn „es juckt unerträglich“.

Als Baby ein „Schreikind“, später im Kindergarten und der Schule haben sie eher Schwierigkeiten, Freunde zu finden, sich spontan anderen im Spiel anzuschließen.

Alter untypische Sorgen und Gedankengänge, komplexe Konstrukte.

Nägelschneiden, Friseur- oder Zahnarzttermin gestalten sich schwierig.

Nervosität, Erschöpfung zeigen sich…

 

Kommen Ihnen diese Beschreibungen bekannt vor?

 

Ungefähr 15 bis 20% der Menschen (Kinder wie Erwachsene) sind hochsensibel, auch hochsensitiv genannt.

Dieser Wesenszug ist erblich und mit Sicherheit in der Familienanamnese bei mindestens einem Elternteil wiederzufinden.

Hochsensible verfügen über eine größere sensorische Verarbeitungsfähigkeit, ein stärkeres Reflexionsvermögen und eine stärkere Erregbarkeit als nicht hochsensible Menschen.

 

Je nachdem, welche Erfahrungen das Elternteil im Umgang mit der besonderen Veranlagung gemacht hat, kann sich dies auf das Kind auswirken.

Deshalb muss insbesondere bei negativen Erfahrungen beim Nachwuchs angesetzt werden, da das Kind mit seinen feinen Antennen deutlich spürt, wie sehr Vater oder Mutter mit seiner Sensitivität hadert.

 

Hochsensible Kinder laufen heutzutage Gefahr, als solche leider nicht erkannt zu werden – aufgrund der unspezifischen Problematiken können sie falsch diagnostiziert als schwach und nicht belastbar abgetan, häufig sogar übersehen werden.

 

„Hochsensibilität“ ist keine Erkrankung, vielmehr eine Veranlagung mit verschiedenen Eigenheiten.

Hochsensible Menschen nehmen gewissermaßen ungefiltert jegliche Art von Eindrücken auf: Geräusche, Gerüche, Temperaturen, Gefühle, Schmerzen, auch die Stimmungen anderer. Somit tritt bei ihnen die physische und psychische Erschöpfung wesentlich schneller ein, als bei normal sensiblen Menschen.

 

Bei Kindern macht sich dies häufig durch Konzentrationsmangel, Rückzug, Auf- und Überdrehen, auch Aggression bemerkbar. Sie können körperliche Symptome wie Bauchschmerzen, Ein- und Durchschlafstörungen oder Ängste zeigen.

 

Das Geschlecht eines hochsensiblen Menschen spielt eine nicht zu verachtende Rolle. Sensibilität, Zartheit und Empathie wird bei Mädchen eher positiv, bei Jungs eher negativ gewertet.

Jedoch glänzen gerade hochsensible Menschen (Kinder wie Erwachsene) mit ihrem außergewöhnlichen Einfühlungsvermögen, ihrer Empathie und meist großer Hilfsbereitschaft, da sie sich besonders gut in ihr Gegenüber hinein versetzen können.

 

Das hochsensible Kind kann lernen, seine Veranlagung anzunehmen, als etwas Besonderes zu akzeptieren, jedoch auch lernen, damit weder als Schwäche, noch als Makel umzugehen.

 

Es ist wichtig, ihnen Verständnis entgegen zu bringen und ihnen bewusst zu machen, dass ihre Hochsensibilität eine „SuperFühlkraft“ ist, welche jedoch nicht in den Vordergrund gestellt werden sollte.

Somit sollte das Kind weder in Watte gepackt, noch abgehärtet werden. Dies würde unnötig die Position des Andersseins verstärken.

 

Die Besonderheit „Hochsensibilität“ birgt sowohl Vor-, als auch Nachteile.

Deswegen hat es für Betroffene eine große Wichtigkeit, mögliche Strategien im Umgang mit ihrem Persönlichkeitsmerkmal zu erwerben und im Alltag anzuwenden.

 

Es ist wichtig, gerade Kinder mit ihrer Hochsensibilität zu akzeptieren, ihnen entsprechende Rückzugsmöglichkeiten zu geben, sie nach ihren Bedürfnissen zu fördern.

 

Ebenso wichtig ist es, das Umfeld entsprechend zu informieren, um Hochsensibilität verstehen und akzeptieren zu können.

 

Somit können Kinder wie Erwachsene auch selbst lernen, ihr empfindsames Wesen als „Stärke“ zu sehen. Dadurch wird es ihnen möglich werden, den Selbstwert zu erlangen, den sie brauchen, um gesund durchs Leben zu gehen.


 

 

 

Nur der mit Leichtigkeit, mit Freude und Glück die Welt zu erhalten weiß, der hält sie fest.

- Bettina von Arnim -

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Ausgrenzung

Ausgrenzung wird umgangssprachlich „Mobbing“ genannt und bedeutet für den Betroffenen (Kinder wie Erwachsene) häufig einen langen Leidensweg, bevor das Umfeld bemerkt, welche seelischen Nöte ihn als Opfer belasten.


Als „Mobbing“ werden negative kommunikative Handlungen bezeichnet, die gegen oft unterlegene Personen gerichtet sind und über einen längeren Zeitraum hinweg anhalten. Meist geschieht dies in Form von Beleidigungen, Beschimpfungen, Schikanen, Ignorieren, Geheimniskrämerei, Anfeindungen und Intrigen.


Elternhaus, Freunde und Lehrer/Schule müssen hier sensibilisiert werden, um Anzeichen von Mobbing rechtzeitig einordnen und ernst nehmen zu können.


Die belastende Situation muss für das Mobbing Opfer umgehend beendet werden!


Im Medien Zeitalter spielt das so genannte „Cyber Mobbing“ eine immer größer werdende Rolle. Hier sind in erster Linie die Eltern gefragt, bei ihrem Kind auf Anzeichen wie Kopf- und Bauchschmerzen, nachlassende Leistung oder auch gestörtes Selbstbewusstsein zu achten und sich über die Tätigkeiten und Eintragungen ihrer Kinder im Internet, entsprechenden Foren, zu informieren.


Achtsamkeit für das Opfer, sowie Stärkung und Schutz haben oberste Priorität!